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Beim Fußbad werden die Füße bis maximal zu den Unterschenkeln in warmes oder kaltes Wasser getaucht. Auch Wechselbäder mit warmem und kaltem Wasser sind bei einem Fußbad möglich.
Während früher, auch in bestimmten Religionen noch heute, das Fußbad in erster Linie zur Reinigung oder als Ritual diente, findet es heute immer mehr Anwendung zur Verbesserung des Wohlbefindens unseres Körpers oder auch zur Heilung.
Je nach gewünschten Behandlungen oder Heilungen kann dem Fußbad auch ein Zusatz beigemischt werden. Die Wahl der jeweiligen Zusätze ist von den gesundheitlichen Beschwerden und deren Bekämpfung abhängig.
Der Naturarzt Kneipp erkannte sehr schnell die wohltuende Wirkung von Wasser. Er stellte unter anderem fest, dass der Reiz, den Wasser durch die Kälte- oder Wärmebehandlung ausübt, einen starken Einfluss auf den gesamten Körper ausüben kann. Abgewandelt vom traditionellen Fußbad, entwickelte er das sogenannte "Wassertreten", wo der Patient, statt starr im Fußbad zu sitzen, wie ein „Storch“ durch das Wasser läuft. Damit wird die Reizwirkung auf die gesamte Durchblutung des Körpers noch erhöht.
Die Impulse, die von einem Fußbad ausgehen können, haben große Auswirkungen auch auf die inneren Organe und das allgemeine Wohlbefinden.
Jüngste wissenschaftliche Ergebnisse und Versuche belegen, dass zum Beispiel durch ein wechselwarmes Fußbad das gesamte Immunsystem deutlich aktiviert und positiv verändert wird. Die Impulse der Wasseranwendung können durch das Nervensystem an die inneren Organe weitergegeben werden. Das vegetative Nervensystem wird aktiviert und es kommt zur Ausschüttung von Adrenalin (Stresshormon).
Werden die Behandlungen regelmäßig über mindestens vier Wochen durchgeführt, erhöht sich das allgemeine Wohlbefinden spürbar und auch die Abwehrzellen des Immunsystems werden stark aktiviert (teilweise gibt es sogar eine Verdopplung der Wirkungen). Schlafstörungen, Kopfschmerzen und andere durch nervliche Belastungen entstandene Beschwerden können so einfach verschwinden bzw. schneller überwunden werden.
Ein warmes oder wechselwarmes Fußbad im Winter schafft schnell warme Füße. Sind die Füße öfter kalt, dann ist eine Erkältung oft vorprogrammiert. Außer durch winterliche Temperaturen kann es auch durch falsches Schuhwerk, zu dünne oder zu enge Socken oder durch Durchblutungsstörungen zu kalten Füßen kommen.
Das warme Fußbad darf ruhig 10 - 20 Minuten andauern, ein kaltes oder Wechselbad selbstverständlich entsprechend kürzer.
Dem Wasser sollten keinesfalls Seife oder ähnliche Zusätze zugegeben werden. Mit diesen Stoffen wird nur der Säuremantel der Haut zerstört, was zu erhöhter Anfälligkeit für Ekzeme, Fuß- oder Nagelpilz führen kann.
Dagegen können Fußbäder mit Salz oder Rosmarinöl schnell für warme Füße sorgen und die Durchblutung stimulieren.
Was im Winter ein warmes oder wechselwarmes Fußbad gegen kalte Füße schafft, kann im Sommer an heißen Tagen mit einem kalten Fußbad zur wohltuenden Abkühlung erreicht werden.
Bei akuten Venenthrombosen oder ähnlichen Erkrankungen sollte ein warmes Fußbad nicht angewandt werden, weil sich dadurch die Gefahr einer Embolie erhöht. Im Zweifelsfall ist das Hinzuziehen des Hausarztes immer sinnvoll.
Der Vorteil ist, dass ein wohltuendes Fußbad, egal mit welchen gewünschten Wirkungen, fast überall ohne zusätzlichen Aufwand möglich ist. Oft kann es nebenbei, beispielsweise beim Fernsehen oder Lesen, erfolgen. Der Aufwand ist in Relation zum Ergebnis vergleichsweise gering und kann sogar helfen die Einnahme teurer und weniger gesundheitsfördernden Medikamente zu verringern oder ganz zu vermeiden.