Hier erhalten Sie eine nähere Beschreibung über den gewählten Eintrag.
Sieht man den Lauf der Zeit im Gesicht, so liegt das vor allem daran, dass sich in großen Mengen Bindegewebe zurückgebildet hat. Auch lässt die Elastizität der Haut nach und es bilden sich Falten, zum Beispiel um den Mundwinkel die Lachfalten, auf der Stirn die sogenannten Zornesfalten oder auch an den Augen die Krähenfüße. Aber auch durch andere Einflüsse, kann die Haut Falten bilden, zum Beispiel durch Unfälle oder übermäßigen Genuss der Sonne. Heute besitzt man wirklich sehr unterschiedliche Möglichkeiten, die Haut wieder in Form zu bringen, zu straffen oder hässliche Narben zu entfernen. Man muss jedoch nicht immer gleich zum Skalpell greifen und mit einer Narkose und einer aufwendigen Operation den Körper belasten. Es geht auch anders, zum Beispiel mit einer Kollagenbehandlung. Sollte man sich für eine Kollagenbehandlung entscheiden, ist es ratsam, sich zu erst einmal darüber zu informieren, was Kollagen überhaupt ist.
Das Bindegewebe, die Knochen und Sehnen eines Menschen bestehen zu einem großen Teil aus natürlichem Eiweiß - dem Kollagen. Kollagenprodukte, die zur Unterspritzung der Falten heute benutzt werden, bestehen aus Rinderkollagen. Die dabei für den Menschen unverträglichen Stoffe werden dabei durch starke Reinigung abgetrennt und übrig bleibt reinstes Kollagen. In den 80er Jahren wurde diese Kollagenbehandlung zum ersten Mal durchgeführt. Das Kollagen wird dabei mit Hilfe einer sehr feinen Nadel unter die Haut injiziert. Ein guter Arzt wird zu erst das gelöste Kollagen an einer kleinen Stelle in den Unterarm einspritzen und warten, ob es eventuell zu einer allergischen Reaktion kommt. Dem Körper sollte man dann etwa eine Woche Zeit geben, um sich an das fremde Material zu gewöhnen. Kommt es in dieser Zeit zu Juckreiz, Atembeschwerden oder Gelenkschmerzen, ist es mit Sicherheit eine allergische Reaktion und die Behandlung muss dann sofort eingestellt werden. Wenn es allerdings ruhig bleibt und der Körper nicht reagiert, steht einer Kollagenbehandlung nichts im Wege.
Mittels einer Hohlnadel wird der Arzt die Falten mit dem Kollagen unterfüttern. Man stelle sich ein Gittergerüst vor, mit nur wenig verbliebenen Gitterstäben. Nun wird das Kollagen in die Zwischenräume eingespritzt und diese werden somit wieder aufgefüllt. Das Gerüst wird wieder stabil, die Haut glättet sich. Die Unterspritzung ist fast schmerzlos und mit ca. 10 bis 20 Minuten ist die Behandlung wirklich von kurzer Dauer. Nach etwa einer Woche sollte es nochmals zu einer weiteren Auffüllung kommen, um dann wirklich das beste Ergebnis der Kollagenbehandlung zu erzielen. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass man nach der Kollagenbehandlung die Haut ruhen lässt, das heißt, kein Make-up aufbringen, die Haut natürlich keine Sonne oder Solarienstrahlen aussetzt und auf Alkohol verzichtet. Wenn man diese Dinge beachtet und die Auffüllbehandlungen durchgeführt hat, kann man sich an der Kollagenbehandlung bis zu einem Jahr erfreuen. Bei einer ausgeprägten Faltenbildung an Mundwinkeln oder Stirn ist es jedoch notwendig, öfters eine Kollagenbehandlung durchführen zu lassen. Wie jede Behandlung, so hat auch die Kollagenunterspritzung ihre Nebenwirkungen, so kann es zu Taubheitsgefühl, Fieber oder allgemeinem Unwohlsein kommen. Ein guter Arzt wird den Patienten mit Sicherheit über diese Behandlungsart aufklären. Man sollte sich deshalb nur in die Hände eines erfahrenen Arztes begeben, der auch über Reputationen auf diesem Gebiet besitzt.