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Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Da sie der Hautalterung unterliegt, wird sie mit der Zeit trockener, dünner und angespannter. Die Folge: Es entstehen Falten. Die Zellen der älteren Haut können wesentlich weniger Wasser speichern; auch das Kollagen, das in der Lederhaut gebildet wird und Hauptbestandteil der elastischen Fasern ist, wird mit zunehmendem Alter geringer produziert und abgebaut. Bei Falten kann zwischen verschiedenen Formen unterschieden werden: Es gibt beispielsweise Knitterfältchen, die sich großflächig ausbreiten, Marionettenfalten, die sich von den Mundwinkeln nach unten zum Unterkiefer ziehen oder Zornesfalten, die senkrecht zwischen den Augenbrauen verlaufen und sich durch das Zusammenziehen der Augenbrauen bei Emotionen wie Zorn und Sorgen bilden.
Neben der genetischen Anlage leistet die Sonneneinstrahlung einen großen Beitrag zur frühzeitigen Hautalterung. UVA und UVB Strahlen können nicht nur die Oberfläche sondern auch untere Hautschichten langfristig schädigen. Bräune gilt in der heutigen Zeit als attraktiv, vielen ist allerdings die Gefahr der Strahlen nicht bewusst. Nicht nur bei ausgiebigen Sonnenbädern, auch im Alltag muss die Haut vor Sonnenstrahlen intensiv geschützt werden. Starke Faltenbildung ist sonst die Folge.
Ein weiterer Faktor der Faltenentstehung ist ein erheblicher Nikotin- und Alkoholkonsum. Durch das Rauchen wird ein für die Hautelastizität verantwortliches Enzym langfristig zerstört. So heißt es, dass mehr als zehn Zigaretten pro Tag die Hautalterung um Jahre vorverlagert. Auch Stress und wenig Schlaf tragen zur vorzeitigen Faltenbildung bei und sollten möglichst vermieden werden.
Es gibt viele Möglichkeiten, die Entstehung von Falten zu minimieren. Generell gilt es, viel Wasser zu trinken (empfehlenswert sind drei Liter pro Tag) und sich ausgewogen und gesund zu ernähren. So werden die Zellen mit wichtigen Nährstoffen versorgt und die Zellneubildung wird somit begünstigt. Die Haut bleibt länger frisch und glatt. Sportliche Bewegung sowie tägliche frische Luft sind ebenfalls maßgeblich für eine Erhaltung der jungen Haut.
Ein sehr wichtiger Faktor ist die intensive und richtige Hautpflege. Man kann nicht früh genug beginnen, seine Haut intensiv zu reinigen und zu pflegen. Regelmäßiges Peeling ist insofern sinnvoll, als dass es die alten und abgestorbenen Hautschüppchen abträgt und die Zellneubildung begünstigt. Außerdem benötigt die Haut viel Feuchtigkeit, damit die Austrocknung nicht zur Faltenbildung führt. Feuchtigkeitsspendende Tages- und Nachtcremes sind also notwendig, um die Verluste ausgleichen zu können.
Werden all diese Faktoren berücksichtigt und in die Lebensgewohnheiten integriert, wird eine vorzeitige Alterung der Haut verhindert.
Dennoch bleibt niemand von der Faltenbildung verschont. Sollte man allerdings die Zeichen der Zeit minimieren wollen, so gibt es dafür heute viele Möglichkeiten. Zahlreiche Anti Falten Cremes sind auf dem Kosmetikmarkt erhältlich. Durch Wirkstoffe wird die natürliche Kollagenproduktion begünstigt und angeregt. Wenn man noch einen Schritt weiter gehen möchte, so ist eine Botoxbehandlung möglich. Hierbei wird die Reizweiterleitung von den Nerven zu den Muskeln unterbrochen und die Falten werden reduziert. Der Effekt hält ca. vier Monate an. Durch einen operativen Eingriff kann ebenfalls das Gesicht geliftet werden. Besonders beliebt sind mittlerweile chemische Peelings. Sie schälen die oberste Hautschicht auf Fruchtsäurebasis ab und gelten als hautfreundlich.
Insgesamt betreffen Falten jeden Menschen. Es liegt allerdings an jedem selbst, wann der Zeitpunkt der Hautalterung eintritt.