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Die Haut, die den menschlichen Körper wie einen Schutzmantel umgibt, besteht aus den drei Schichten, der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Durch ihren Säureschutzmantel bildet gesunde Haut eine Barriere gegen körperfremde Keime. Sie ist bis zu 4 mm dick, einige Bereiche des Körpers, dazu zählen auch die Hände, weisen eine dünnere und empfindlichere Hautbeschaffenheit auf. Im Gegensatz zu den Handinnenflächen, die ein kräftiges Unterhautfettgewebe besitzen, enthält die Unterhaut des Handrückens kaum Fettgewebe. Auch ist hier die Talgdrüsendichte sehr viel geringer als an anderen Körperregionen.
Als Greif- und Tastorgan sind die Hände oft mechanischen Belastungen ausgesetzt. Zudem setzen ihnen Hitze und Kälte, aber auch häufiger Kontakt mit aggressiven Wasch- und Reinigungsmitteln zu.
Da die Haut die Möglichkeit besitzt, bestimmte pflegende Wirkstoffe zu resorbieren, kann durch Handpflegeprodukte das Gleichgewicht der Haut wieder hergestellt werden. Deshalb sollten die Hände zweimal täglich mit einer hochwertigen Handcreme gepflegt werden. Das Auftragen der Creme kann mit kreisenden Bewegungen auf dem Handrücken beginnen. Auch die Finger sollten von den Fingerspitzen hinunter zu Handfläche und Handrücken hin eingecremt werden. Zum Schluss können Handpflegeprodukte noch im Bereich der Handgelenke aufgetragen werden.
Handcremes bestehen zu 60 - 80 % aus Wasser und einer Wirkstoffkombination, die sich z.B. aus Pflanzenextrakten, wie Kamille und Calendula, den Vitaminen B5 und E sowie Proteinen, Glycerin und pflegenden Ölen zusammen setzt. Oft werden auch Silicone verwendet, die die Haut vor Umwelteinflüssen schützen sollen. Handpflegeprodukte, die Glycerin enthalten, spenden der Haut Feuchtigkeit und sorgen für ein angenehm weiches Hautgefühl. Antioxidative Wirkstoffe in hochwertigen Ölen sollen gegen freie Radikale, aggressive sauerstoffhaltige Verbindungen, die die Zellen schädigen, wirken. Allzweckcremes weisen zwar auch eine Kombination von Fett und Feuchtigkeit auf, sind aber meist zu fettreich und ziehen nicht schnell genug in die Haut ein. Qualitativ hochwertige Handpflegeprodukte lassen sich gut verteilen und dürfen keinen Fettfilm auf den Händen hinterlassen.
In der Regel sind alle Handpflegeprodukte, weil sie Wasser enthalten, auch konserviert. Als Konservierungsstoffe werden z.B. Benzoesäure, Propylparaben oder Butylparaben eingesetzt. Sie verhindern eine Verunreinigung der Cremes durch Bakterien, Hefepilze und Schimmel. Bei empfindlichen Personen kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Sie sollten dann auf Handpflegeprodukte zurückgreifen, die frei von synthetischen Konservierungsstoffen sind.
Eine andere Möglichkeit, raue Hände zu pflegen, stellt das Öl-Handbad dar, das vor allem in der kalten Jahreszeit Verwendung findet. Dabei werden pflegende Öle, wie z.B. Mandel-, Sesamöl oder auch Olivenöl in eine Schüssel mit warmem Wasser gegeben. Die Hände werden zehn Minuten darin gebadet. Nach dem Handbad noch anhaftende Ölreste können in Hände und Unterarme einmassiert werden.
Beim Handpeeling werden abgestorbene Hautschüppchen, die der Haut ein graues Aussehen geben, abgelöst. Das geschieht, weil solche Handpflegeprodukte neben einer Lotion auch Inhaltsstoffe wie Meersalz, Zuckerkristalle, Tonerde oder Fruchtsäuren enthalten. Auch mit speziellen Bürsten oder Microfasertüchern kann ein Handpeeling durchgeführt werden.
Die intensivste Pflegevariante stellen Handmasken dar. Diese Handpflegeprodukte eignen sich vor allem für beanspruchte, spröde Hände, weil sie stark nährend und Feuchtigkeit spendend sind. Handmasken sollten mindestens 30 Minuten einwirken. Eine besonders intensive Wirkung kann sich entfalten, wenn nach dem Auftragen Baumwollhandschuhe übergezogen werden und die Handmaske über Nacht einwirken kann.