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Das Markenzeichen eines jeden Menschen ist sicherlich unter anderem sein Gesicht. Besonders die Augen sagen oft sehr viel über die jeweilige Person und deren Charakter aus. Tränensäcke - erst mal unabhängig ihrer Ursachen - sind da keinesfalls erwünscht und "zerstören" in einigen Fällen für die Betroffenen das Gesamtbild. Daher wird die Verlockung einer operativen Entfernung oft zunehmend größer. Grundsätzlich sollte vor einer Operation aber auf jeden Fall die eine oder andere Meinung eines Arztes eingeholt werden.
Als Tränensäcke bezeichnet man die im gesunden Zustand von außen nicht sichtbaren Tränendrüsen inklusive Tränenbeutel innen am unteren Lidrand. Der Abfluss der für die Augen wichtigen Tränenflüssigkeit erfolgt über die Tränenkanäle, die im Knochenkanal entlang der Nase verlaufen. Tränen entstehen nicht nur durch das Weinen, sondern sind vielmehr eine vorhandene Flüssigkeit, die die Augen spült. Letztendlich wird die Tränenflüssigkeit dann in die Nase weitergeleitet werden und es entsteht das sogenannte Schniefen beim Weinen. Die Tränenflüssigkeit dient außerdem dazu, das Auge nicht austrocknen zu lassen und wird durch den Lidschlag auf dem Auge verteilt.
Für die im Volksmund benannten Tränensäcke hingegen gibt es zwei weitere Bedeutungen. Zum einen beschreibt der Begriff Tränensäcke eine Lidschwellung, zum anderen eine dauerhafte Erschlaffung des Lides unter dem Auge. Die Lid-Erschlaffung kann anlagebedingt schon verhältnismäßig früh auftreten und bildet sich mit steigendem Alter zunehmend aus. Spezielle kosmetische Produkte können diese Erschlaffung heutzutage kurzfristig reduzieren. Generell sind diese Lid-Erschlaffungen ein natürliches Zeichen des Älterwerdens und sollten nur in Ausnahmefällen operativ entfernt werden. Die operative Entfernung kann beispielsweise dann in Betracht gezogen werden, wenn die Tränensäcke stark ausgeprägt sind oder für den Betroffenen sehr störend sind.
Warum es zu einer Lid-Schwellung kommt, kann die verschiedensten Ursachen haben. Meistens sind sie jedoch mit konservativen Mitteln gut zu behandeln und bedürfen keinerlei Operation. Neben den morgendlichen Lidschwellungen sind das sogenannte trockene Auge, Allergien und Entzündungen die häufigsten Ursachen für die Entstehung der Tränensäcke. Auch eine starke Sonneneinwirkung kann eine unerwünschte Lidschwellung hervorrufen.
Mit Kühlkompressen können die Tränensäcke am Morgen ganz einfach behandelt werden. Hierbei werden Kühlelemente für fünf bis zehn Minuten auf die Schwellung gelegt und die Tränensäcke bilden sich zurück. Auch hier gibt es für die schnellere Behandlung bereits kosmetische Produkte, die auf die Schwellung aufgetragen werden. Abzuraten ist jedoch von dem allgemein bekannten Geheimtipp aus der Modelbranche. Hier heißt es, dass Hämorrhoidencreme schnelle Abhilfe verschaffen soll. Dies ist zwar so weit richtig, da diese Creme Cortison enthält und somit das Abschwellen unterstützen - dennoch können dadurch wieder unliebsame Augenringe entstehen. Ein Besuch beim Hautarzt ist daher sicher die effektivste Lösung.
Bei Allergien und Entzündungen hingegen sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, um nicht mit diversen Hausmittelchen Schlimmeres zu bewirken. Um den unerwünschten Tränensäcken am Morgen vorzubeugen, sollte bereits am Abend nach Möglichkeit auf Zigaretten und Alkohol verzichtet werden. Auch sollte das Schlafzimmer nicht zu stark beheizt sein und wenn möglich sollte etwas erhöht geschlafen werden. Für Frauen besteht die Möglichkeit, mit ein paar einfachen Tricks im Bereich dekorativer Kosmetik von den Lidschwellungen abzulenken. So sollte beispielsweise Lidschatten sparsam aufgetragen und der beliebte Kajalstift dezent verwendet werden.