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Die Behaarung im Schambereich gilt in unserer Kultur als unhygienisch. Deshalb wird die sogenannte Bikinizone immer öfter enthaart. Dies gilt besonders für Frauen. Nur wenige Frauen enthaaren ihren Schambereich nicht, dieser Trend tritt vor allem unter Jugendlichen auf.
Die Enthaarung des Intimbereichs wird auch bei Männern immer populärer, viele Frauen setzen einen enthaarten Intimbereich bei ihren Geschlechtspartnern voraus.
Die Bikinizoneenthaarung wurde bereits in verschiedenen Hochkulturen des Altertums praktiziert. Dies hatte anfangs hygienische Gründe. Vor allem in warmen Ländern wurde die Enthaarung am ganzen Körper stark bevorzugt, um Parasiten sämtliche Möglichkeiten sich festzusetzen zu nehmen. In Regionen, in denen Wasser sehr kostbar war, bevorzugte man einen enthaarten Intimbereich, da er nicht so oft gewaschen werden musste.
Es gab viele Gründe für eine Intimrasur, im Laufe der Zeit jedoch entwickelte sich eine enthaarte Intimzone zu einem Schönheitsideal, was in vielen Kulturen bis heute so ist. Zur Enthaarung wurden Mittel benutzt, die sich abhängig von Epoche und Kultur stark unterschieden. Die Werkzeuge reichen von scharfkantigen Muscheln bis hin zu diversen Methoden des Zupfens. Auch heute wird die Bikinizoneenthaarung auf verschiedene Weisen durchgeführt. Die Methoden unterscheiden sich in vielen Faktoren, je nach dem kann die Enthaarung effizienter, angenehmer oder gefährlicher sein.
Heute unterscheidet man bei der Bikinizoneenthaarung zwischen Depilation und Epilation. Depilation bedeutet das Entfernen der Haare ohne ihre Wurzeln, bei der Epilation werden die Haare vollständig entfernt. Die gängigste Form der Bikinizoneenthaarung ist die Rasur. Nach der Rasur ist die intime Zone glatt, allerdings hält dies nicht lange, bereits nach einem Tag sind Haarstoppeln wieder spürbar. Dennoch wird die Rasur am häufigsten durchgeführt, da sie keine Schmerzen bereitet und am günstigsten ist. Die Rasur im Intimbereich kann Rötungen und Schnittwunden verursachen, darüber hinaus birgt sie aber keine großen Gefahren.
Die Bikinizoneenthaarung mithilfe von Enthaarungscremes ist genauso effizient und schmerzfrei wie bei der Rasur. Bei der Benutzung von Enthaarungscremes besteht keine Gefahr sich zu schneiden. Abhängig vom Produkt und von der Haut können jedoch allergische Reaktionen auftreten. Dazu gehören Juckreize, Rötungen, Bildung von Pickelchen oder Brennen der Haut. Darüber hinaus sind Enthaarungscremes meist teurer als Rasierklingen, was jedoch von Produkt zu Produkt variieren kann.
Die Epilation des Intimbereiches gilt als schmerzhaftere, aber auch effizientere Version der Bikinizoneenthaarung. Diese Methode beinhaltet zwei Unterkategorien. Die sogenannte temporäre Epilation weist nach 1- 1,5 Monaten erste Stoppeln auf. Sie wird mit Wachsstreifen oder Epiliergeräten durchgeführt, dabei werden die Haare mit den Haarwurzeln entfernt, daher sind diese Methoden vor allem anfänglich eher schmerzhaft. Gefahren bergen diese Formen keine, sie sind jedoch viel teurer als Enthaarungscremes oder Rasierklingen, wobei auch hier der Preis variiert.
Die effizienteste Form der Bikinizoneenthaarung ist die dauerhafte Epilation. Diese wird anhand technischer Mittel durchgeführt. Da Haare jedoch drei verschiedene Wachstumsphasen durchlaufen ist die Behandlung mehrere Male durchzuführen, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Viele dieser Methoden basieren auf Laser- und Lichttechniken, und werden professionell durchgeführt. Die dauerhafte Epilation ist noch nicht sehr verbreitet, da viele Frauen sich vor den Schmerzen fürchten, aber auch, weil eine dauerhafte Epilation die teuerste Form der Bikinizoneenthaarung ist.