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Die Haut, das größte Organ des menschlichen Körpers, wird durch kleinste Blutgefäße, die Kapillaren, ernährt. Sie setzt sich aus den drei Schichten, der Oberhaut, der Lederhaut sowie der Unterhaut zusammen und ist an keiner Stelle des Körpers dicker als 4 mm. Um sich zu erneuern, benötigt sie, je nach Körperstelle, ca. 2 bis 4 Wochen. Im Gesicht, besonders im Bereich der Augen, ist sie sehr zart und empfindlich. Dort können sich schnell Falten bilden, die im Volksmund als Krähenfüße bezeichnet werden.
Etwa ab dem 30. Lebensjahr finden sich erste, deutliche Zeichen der Hautalterung. Die so genannten Krähenfüße können aber auch schon eher auftreten, wenn das übrige Gesicht noch einen faltenfreien Eindruck macht. Es gibt viele verschiedene Faktoren, die bei der Bildung von Falten eine Rolle spielen. So kann eine genetische Disposition dafür sorgen, dass Falten und Krähenfüße bereits in jungen Jahren in Erscheinung treten. Aber auch die mimische Aktivität hat großen Einfluss auf die Faltenbildung, denn diese entwickeln sich durch eine häufige und starke Anspannung der Gesichtsmuskulatur. Auch wenn das Gesicht wieder entspannt ist, verschwinden die Falten nicht mehr. Der Gesichtsausdruck eines Menschen wird durch das Auftreten von Falten nachhaltig verändert. Besonders die Krähenfüße im Augenbereich verleihen dem Gesicht ein müdes, abgespanntes Aussehen.
Rauchen und Alkoholkonsum können in hohem Maße für eine vorzeitige Faltenbildung verantwortlich sein. Auch wenig Schlaf und eine unausgewogene Ernährung gelten als "Schönheitskiller". Umwelt- und Witterungseinflüsse wie Abgase und intensive Sonnenbestrahlung zeigen ebenfalls negative Wirkung. Die Haut wird dünner, trockener und verliert ihre Spannkraft.
Eine konsequente Pflege der Haut, nicht nur von außen, sondern auch von innen, hilft mit, sie länger jugendlich aussehen zu lassen. Dazu gehört z. B. mindestens 2 Liter Mineralwasser täglich zu sich zu nehmen. Das Wasser schwemmt Stoffwechselprodukte aus dem Körper und lässt die Haut glatter erscheinen. Eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen, bildet die Basis für ein gesundes Hautbild. Die Vitamine A, B und C unterstützen die Stoffwechselfunktionen nachhaltig. Vitamin E bietet Schutz vor freien Radikalen, dies sind aggressive sauerstoffhaltige Verbindungen im Körper, die eine zellschädigende Wirkung haben.
Sport und viel Bewegung im Freien haben außerdem einen positiven Effekt auf Falten und Krähenfüße, weil der Sauerstoff die Zellaktivität erhöht. Spezielle Cremes und Masken sind ebenfalls hilfreich im Kampf gegen die Falten. In der Augenumgebung sollten Cremes nur sehr vorsichtig aufgetragen werden, gegebenenfalls kann die Augenfältchencreme leicht mit den Fingerspitzen eingeklopft werden, um die Wirkung gegen Krähenfüße zu verstärken.
Weit verbreitet ist mittlerweile auch eine Behandlung mit dem Nervengift Botulin. Es wird mittels Injektion unter die Haut gebracht. Dort lähmt das Botulinumtoxin den für die Falte verantwortlichen Muskel in einem gewissen Grad. So kann er nicht mehr stark angespannt werden. Die Wirkung von Botulin hält ca. 3 bis 4 Monate an, die Anwendung erfolgt ambulant.
Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Hyaluronsäure zur Faltenunterspritzung. Hyaluron kommt im menschlichen Körper in den Gelenken, im Bindegewebe und auch in der Haut selbst vor. Sie hat die Eigenschaft, Wasser in hohem Maße zu speichern. Durch die Injektion verschwinden Falten und Krähenfüße für 6 bis 12 Monate.