Hier erhalten Sie eine nähere Beschreibung über den gewählten Eintrag.
Der erste Eindruck zählt. Innerhalb weniger Sekunden entscheidet der Mensch, ob er Sympathie für sein Gegenüber empfindet oder nicht. Dabei fällt der Blick zunächst auf das Gesicht. Gerade Stirnfalten können einen müden und abgespannten Eindruck vermitteln. Die Hautalterung wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Neben der chronologischen Hautalterung, also dem Älterwerden, ist noch zwischen der intrinsischen und extrinsischen Alterung zu unterscheiden.
Mit intrinsischer Alterung sind genetisch bedingte Alterungsprozesse gemeint. Die Aktivität der Zellteilung und die Flexibilität des Bindegewebes sind somit schon erblich festgelegt. Extrinsische Alterung wird durch Umweltfaktoren und den eigenen Lebensstil bedingt. Zu diesen Faktoren zählen UV-Strahlen der Sonne, Solariumbesuche, Verkehrsabgase, Nikotin- und Alkoholgenuss, Stress oder die falsche Ernährung. Stirnfalten entstehen also durch die eben beschriebenen Formen der Hautalterung. Die Zellteilung der Haut verlangsamt sich immer mehr, so dass weniger 'frische' Zellen produziert werden. Die Unterversorgung der Zellen kann durch viele Faktoren bedingt sein. Zudem führt eine trockene Oberfläche der Haut zu Rissen und vermeintlich 'tiefen' Falten. Die Aktivität der Talgdrüsen in der Lederhautschicht vermindert sich, es wird weniger Fett produziert, was zum Elastizitätsverlust führt. Stirnfalten sind Mimikfalten und für viele Menschen Ausdruck eines erfüllten und erlebnisreichen Lebens. Doch wenn nur noch diese Falten den Gesichtsausdruck dominieren und der tägliche Blick in den Spiegel unerträglich wird, ist es Zeit, etwas zu unternehmen.
Für die Stirnfalten ist der Musculus frontalis zuständig. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen großflächigen Muskel zu bändigen. Ein relativ neuer, kostengünstiger und schmerzfreier Trend ist das Gesichtsyoga. Mit verschiedenen Übungen wird dabei die Gesichtsmuskulatur trainiert. Fünf bis zehn Minuten täglich reichen schon aus, um erste Ergebnisse zu erzielen. Das Gesicht wirkt jünger und erholter, allerdings ist die Wirkung auf bereits bestehende Falten fragwürdig. Diese Methode eignet sich sehr gut zur Vorbeugung gegen Falten, ist bei bereits vorhandenen Stirnfalten nicht ausreichend. Auch die Einnahme von Schüßlersalzen kann vorbeugend auf das Bindegewebe wirken. Vorhandene Stirnfalten werden durch die Einnahme der Salze nicht verschwinden. Chirurgische Eingriffe sind meist schmerzhafter, kostenintensiver und mit höheren Risiken verbunden. Diese sind in Form von Liftings, Unterspritzungen mit Botox, Hyaluronsäure oder Eigenfett möglich. Der Wirkstoff Botox blockiert die Übertragung von Nervenimpulsen an die Muskeln. Hyaluron hingegen ist kein Nervengift, sondern ein körpereigener Wirkstoff. Es ist Bestandteil des Bindegewebes und fähig, große Mengen an Wasser zu speichern, was zur erhöhten Elastizität beiträgt. Bei der Behandlung mit Eigenfett wird dieses zunächst operativ entnommen, meist aus dem Oberschenkel und dann unter die Stirnfalte gespritzt. Obwohl chirurgische Eingriffe zeitweilig einen sehr positiven Effekt hervorrufen können, ist es enorm wichtig, über mögliche Risiken aufgeklärt zu werden. Gerade bei der Verwendung von Botox kann es zu einem maskenhaften Gesichtsausdruck kommen, da die Gesichtsmuskeln blockiert werden. Die Injektionspunkte sowie die Dosierung müssen exakt auf den Patienten abgestimmt werden. Weiterhin kann es bei einer missglückten Behandlung zu einer Brauenptose kommen. Damit ist ein 'Abrutschen' der Augenbrauen gemeint, was zu einem sehr unnatürlichen und asymmetrischen Gesichtsbild führt. Diese Risiken müssen bei einer Behandlung in Kauf genommen werden. Doch ein erfahrener und gewissenhafter Arzt der plastischen Chirurgie kann diese Risiken minimieren und bestmögliche Ergebnisse erzielen.