Bleaching gehört zum Bereich der ästhetischen Zahnheilkunde und
bezeichnet das Verfahren zum zuverlässigen Aufhellen eines Zahnes oder
mehrerer Zähne.
Mit steigendem Lebensalter erhöht sich die Gefahr, dass sich die Zähne
verdunkeln. Diese Verfärbungen werden durch eine mineralische Änderung
der Zahnstruktur verursacht, so dass der Zahnschmelz weniger porös
wird. Zähne können auch aufgrund bakterieller Pigmente, bestimmter
Nahrungsmittel sowie durchs Rauchen verfärbt werden.
Da weiße Zähne jedoch mit Attraktivität, Jugend und einem gepflegten
Äußerem in Zusammenhang gebracht werden, entscheiden sich immer mehr
Menschen für eine der Methoden des Bleachings.
Im Allgemeinen ist das Bleaching (unter zahnärztlicher Aufsicht) bei fast 90 % aller Patienten erfolgreich.
Beim Bleaching ist die Verwendung von Präparaten mit Wasserstoffperoxid
und/oder Carabamidperoxid am gebräuchlichsten. Das Oxidationsmittel
dringt in den zu behandelnden Zahn (bzw. in die Zähne) ein, so dass die
lästigen Zahnverfärbungen entfernt werden; das Zahnbein, welches unter
dem Zahnschmelz liegt, wird über einen Zeitraum hinweg ebenfalls
gebleicht.
Für das Bleaching können unterschiedliche Methoden angewandt werden,
wobei die Verfahren „In-Office-Bleaching“ sowie „Home-Bleaching“ am
geläufigsten sind. Erst einmal muss der Zahnarzt bzw. der
Dentalkosmetiker jedoch feststellen, ob das Bleaching für den Patienten
überhaupt geeignet ist und welche Prozedur des Bleachings am
vorteilhaftesten ist.
Beim „In-Office-Bleaching“ wird für eine kurze Zeit eine hohe
Konzentration des Oxidationsmittels benutzt, so dass hier sehr schnell
das gewünschte Ergebnis erreicht wird – allerdings riskiert man hier
Schäden am Weichgewebe der Mundhöhle. Aufgrund dessen wird bei dem
"In-Office-Bleaching" zuvor eine Schutzschicht auf dem Zahnfleisch
verteilt. Danach wird das Mittel zum Aufhellen direkt auf die
betroffenen Zähne aufgetragen, wobei durch eine Lichtbestrahlung das
Ergebnis intensiviert werden kann. Nach einer Wartezeit von ca. 20
Minuten, wird das Mittel vom Zahnarzt bzw. Dentalkosmetiker entfernt.
Ist es nicht zum gewünschten Ergebnis gekommen, kann die Prozedur noch
einmal durchgeführt werden.
Bei der zweiten geläufigen Methode – dem „Home-Bleaching“ - wird eine
passende Kunststoffschiene, welche zuvor von der Zahnarztpraxis bzw.
vom Dentalkosmetiker angefertigt wurde, auf die Zähne gesetzt. Diese
Kunststoffschiene enthält eine niedrige Konzentration des
Oxidationsmittels und wird ungefähr 14 Tage lang für wenige Stunden am
Tag getragen. Das Bleichen erfolgt hier zwar wesentlich langsamer,
birgt aber weniger Risiken für das Weichgewebe der Mundhöhle.
Das Bleaching kann erhebliche Verbesserungen bezüglich der
Zahnverfärbungen erreichen - es gibt jedoch bestimmte Flecken, die auf
das Bleaching nicht reagieren. Egal, welche Prozedur des Bleachings
durchgeführt wird.
Selbstverständlich hält das Bleaching nicht ewig, so dass nach einem
oder mehreren Jahren eine Nachbehandlung statt finden muss. Sorgfältige
und gewissenhafte Mundhygiene zögern diesen Vorgang jedoch hinaus.
Heutzutage gibt es im freien Handel eine Vielzahl von
Bleaching-Produkten, die eine zuverlässige Zahnaufhellung versprechen.
Zahnärzte und Dentalkosmetiker warnen jedoch vor dem Großteil dieser
Präparate, da diese unzuverlässig sind und zu Zahnfleischreizungen
führen können.
Bleaching ist für Kinder unter 16 Jahren nicht empfehlenswert, da der Zahnnerv sich bis zu diesem Lebensalter noch entwickelt.



